Die Bounce-Rate – zu Deutsch: Absprungrate – ist der prozentuale Anteil von Besuchern einer Seite oder Landingpage, die keine Handlung auf der Seite vornehmen. Somit ist die Bounce-Rate auch ein wichtiger KPI, den man für seine Online-Kampagnen heranziehen kann und auch sollte. Generell sei gesagt, dass für Landingpages der Benchmark in der Regel zwischen 70 und 90% liegt.

Man muss sich gerade beim Einkauf von Traffic im Klaren sein, dass dieser grundsätzlich unterschiedliche Werte hat. Es ist also keine gute Lösung, eine Landingpage für alle Trafficquellen zu nutzen. Vielmehr macht eine Segmentierung Sinn und separate Landingpages für zum Beispiel E-Mail Marketing, Social Media und PPC Traffic heranzuziehen.

Denn es kann zum Beispiel folgendes Szenario eintreten: Eine Landingpage wird mit E-Mail und PPC Traffic beworben. Macht jetzt der PPC Traffic zum Beispiel 70% der Nutzer aus und das E-Mail Marketing nur 30%, so kann es mitunter „Overall“ so aussehen, als sie die Bounce-Rate bei 95% liegt und damit zu hoch ist. Auf die Gründe der hohen Bounce-Rate gehen wir im Verlauf noch einmal ein.

Trennt man diese beiden Kanäle nun auf, damit diese einzeln betrachtet werden können, so kann man vielleicht sogar erkennen, dass der E-Mail Traffic eine viel niedrigere Bounce-Rate hat.

Das gleiche Szenario kann man auch in einer Trafficquelle finden, wenn zum Beispiel eine E-Mail Kampagne aus einer Zielgruppe kommt, die näher an meinem Produkt ist, als die andere.

Man kann so schnell erfahren, welcher Channel Performance zeigt und welcher nicht. Unabdingbar ist also ein genaues Testen und Analysieren. Und ein solches Setup macht flexibel! Es ist deutlich einfacher eine Landingpage auf einen Channel zu optimieren, anstatt zu versuchen alles unter einen Hut zu bringen. Das Storytelling der Creatives ist nämlich teilweise extrem unterschiedlich. Ein Tweet von 120 Zeichen ist etwas völlig anderes als ein Caroussel-Ad auf Facebook oder Instagram.

😱 Warum ist die Bounce-Rate über 90% – 3 mögliche Gründe:

⚠️ Grund 1 – PageSpeed

Wird gerne mal „übersehen“, aber ist mit der kritischste Faktor für die Bounce-Rate und die Wichtigkeit des PagesSpeeds wurde noch einmal mit dem Google Update im Juli 2018 unterstrichen, der ihn sogar zum Rankingfaktor gemacht hat.

Laut Google Statistiken erhöht sich die Bounce-Rate bei einer Ladezeit von 1 bis 3 Sekunden um 32% und bei 1 bis 10 Sekunden sogar auf 123%. Da hilft auch die an sich beste Landingpage der Welt nichts mehr.

⚠️ Grund 2 – Creative vs. Landingpage

Wenn Creative und Landingpage nicht das Tinder-Match haben, dann geht die Bounce-Rate nach oben. Sie drückt deswegen auch sehr gut aus, inwiefern meine Banner oder Videos überhaupt zur Landingpage passen oder auch nicht. Deswegen sollte man immer den obligatorischen roten Faden nutzen und den User auf dem Ad schon perfekt auf das vorbereiten, was er auf der Landingpage erwarten kann.

⚠️ Grund 3 – schlechtes Design & Usability

Schon Oma und die Eltern sagten: Der erste Eindruck ist entscheidend. So verhält es sich auch hier – innerhalb von einer Sekunde entscheiden wir, ob uns das Angebot der Landingpage interessiert oder nicht. So sind sauberer und logischer Aufbau, sowie eine schnelle Ladezeit extrem wichtige Punkte, die man berücksichtigen muss. Tut man das nicht, was passiert? Genau, die Bounce-Rate wird wieder nach oben gehen.

🥳 Fazit:

Es gibt natürlich noch weitere Gründe für eine hohe Bounce-Rate. Ganz wichtig: keine Panik, denn auch eine hohe Bounce-Rate bietet Chancen etwas zu verbessern. Was wiederum den Bogen spannt zum gestrigen Post über den A/B Test.

In diesem Sinne: testen, analysieren und optimieren.